Fertiggerichte-Abo 2026: Die besten Anbieter im Vergleich

Zuletzt aktualisiert:

Keine Rezeptkarte, kein Schnippeln, keine Pfanne: Ein Fertiggerichte-Abo liefert fertig zubereitete Mahlzeiten, die nur noch erwärmt werden müssen. Wer schon eine Kochbox wie HelloFresh oder Marley Spoon ausprobiert hat und merkt, dass selbst Rezeptkarten und Zutaten zu viel Aufwand sind, findet hier das passende Gegenstück. Laut Apotheken Umschau greifen 27 Prozent der Deutschen regelmäßig zu Fertiggerichten, 2024 wurden in Deutschland rund 1,7 Millionen Tonnen davon produziert, etwa 26 Prozent mehr als noch 2019. Wir vergleichen die wichtigsten Anbieter mit Abo- oder Wiederbestellmodell, zeigen Preise pro Portion und Versandkosten im Überblick und sagen, für wen sich ein Fertiggerichte-Abo tatsächlich lohnt.

Was ist ein Fertiggerichte-Abo?

Ein Fertiggerichte-Abo ist ein Lieferservice, der komplett zubereitete Mahlzeiten nach Hause schickt, meist tiefgefroren oder gekühlt. Der Unterschied zur klassischen Kochbox: Bei einer Kochbox kommen rohe, abgewogene Zutaten plus Rezeptkarte, gekocht wird selbst. Beim Fertiggerichte-Abo entfällt das Kochen komplett, es bleibt nur noch Mikrowelle, Pfanne oder Backofen für ein paar Minuten.

Die Bezeichnung "Abo" ist dabei nicht immer wörtlich zu nehmen. Manche Anbieter wie Factor arbeiten mit einem klassischen Abonnement, das pausiert oder gekündigt werden muss. Andere wie Juit verzichten komplett auf eine laufende Vertragsbindung und funktionieren über Wiederbestellung nach Bedarf. Gemeinsam ist allen Anbietern in diesem Vergleich: Geliefert wird regelmäßig oder auf Abruf, nicht als einzelnes Produkt im Supermarktregal.

Auch bei der Lagerung unterscheiden sich die Anbieter deutlich, und das wirkt sich direkt auf den Alltag aus. Factor liefert gekühlte Gerichte, die nur wenige Tage haltbar sind und zeitnah verzehrt werden sollten, ähnlich wie frische Kochbox-Zutaten. Juit setzt dagegen auf Schockfrostung, wodurch die Mahlzeiten laut Hersteller bis zu zwölf Monate im Tiefkühlfach bleiben können. Fittaste geht noch einen Schritt weiter und verkauft seine Gerichte im Glas ganz ohne Kühlung, haltbar 12 bis 24 Monate im Vorratsschrank. Wer wenig Platz im Kühl- oder Gefrierfach hat oder unregelmäßig zu Hause isst, sollte diesen Unterschied vor der Bestellung einplanen.

Die besten Fertiggerichte-Abos im Vergleich

Die folgende Tabelle vergleicht die vier aktiven Fertiggerichte-Anbieter aus unserer Datenbank nach Preis, Versandkosten, Auswahl pro Woche und Eignung für bestimmte Ernährungsformen. Alle Preise sind "ab"-Preise pro Portion und wurden zuletzt im Oktober 2026 direkt bei den Anbietern geprüft.

AnbieterPreis ab (€)Versandkosten (€)Gerichte pro WocheLiefergebietBewertungVegan geeignet
Juit5,945,99bis zu 40DE, AT, FR4,0 / 5ja
Factor8,495,9918 bis 27Deutschland4,2 / 5ja
Fittaste8,998,99bis zu 16 SortenDE, AT, LU3,9 / 5nein
Gourmetkochbox10,004,993Deutschland2,3 / 5unklar

Auffällig: Der Preis pro Portion sagt allein wenig über die Qualität aus. Factor liegt preislich im Mittelfeld, erreicht aber die beste Bewertung im Vergleich. Gourmetkochbox ist trotz des höchsten Preises am schwächsten bewertet, Juit bietet mit Abstand die größte Auswahl zum niedrigsten Einstiegspreis.

Die Anbieter im Einzelcheck

Factor: gekühlte Fertiggerichte mit Abo

Factor liefert wöchentlich wechselnde, gekühlte Mahlzeiten, die laut Anbieter in rund vier Minuten fertig sind. Die Auswahl reicht je nach Woche von 18 bis 27 Gerichten mit Fokus auf High Protein, Keto und kalorienreduzierte Optionen um 550 Kilokalorien. Das Abo lässt sich flexibel pausieren oder kündigen, eine Anpassung einzelner Zutaten ist aber nicht möglich. Mit 8,49 Euro pro Portion liegt Factor über dem Preis einer klassischen Kochbox, dafür fällt das Kochen komplett weg. Geeignet ist Factor vor allem für Singles, Berufstätige und alle mit einem konkreten Makro-Ziel. Den ausführlichen Test gibt es im Factor-Vergleich mit HelloFresh.

Startseite von Factor mit Angebot für fertig zubereitete, gekühlte Mahlzeiten zum Erwärmen.
Die Factor-Startseite zeigt das aktuelle Wochenangebot an fertigen Gerichten. (Quelle: Factor)

Juit: tiefgefroren und ohne Vertragsbindung

Juit setzt auf Schockfrostung bei minus 45 Grad direkt nach der Zubereitung, dadurch sind die Gerichte laut Hersteller bis zu zwölf Monate haltbar. Aus mehr als 40 Gerichten pro Woche lässt sich eine Auswahl nach vegan, vegetarisch, Low Carb oder High Protein treffen, die Mindestbestellmenge liegt bei sechs Gerichten. Ein laufendes Abo ist nicht nötig, bestellt wird bei Bedarf erneut. Mit 5,94 Euro pro Portion ist Juit der günstigste Anbieter in diesem Vergleich, dafür fehlt eine eigene App zur Verwaltung der Bestellungen. Geeignet für alle, die Vorrat anlegen wollen, ohne sich vertraglich zu binden. Details stehen im Juit-Test.

Startseite von Juit mit schockgefrorenen Fertiggerichten und Zubereitung in acht Minuten.
Juit wirbt auf der Startseite mit schockgefrorenen Gerichten, die in wenigen Minuten fertig sind. (Quelle: Juit)

Fittaste: High Protein ohne Kühlung

Fittaste verkauft proteinreiche Gerichte im Glas, acht der 16 Sorten liefern laut Anbieter mindestens 30 Gramm Eiweiß pro Glas. Der große Unterschied zu Factor und Juit: Die Gläser brauchen keine Kühlung und sind 12 bis 24 Monate haltbar, ein Einmalkauf ohne Mindestlaufzeit ist möglich. Dafür bietet Fittaste ausschließlich Fleischgerichte, vegetarische oder vegane Varianten fehlen komplett. Die Mindestbestellmenge liegt bei 12 Gläsern, eine laufende Lieferung lässt sich erst nach der zweiten Bestellung kündigen. Mit 8,99 Euro pro Portion plus 8,99 Euro Versand ist Fittaste der teuerste Anbieter im Vergleich. Geeignet für Sportler und alle mit hohem Proteinbedarf, die Vorrat ohne Kühlschrank lagern wollen. Mehr dazu im Fittaste-Test.

Startseite von Fittaste mit proteinreichen Fertiggerichten im Glas ohne Kühlung.
Fittaste zeigt auf der Startseite sein Glas-Sortiment mit langer Haltbarkeit ohne Kühlschrank. (Quelle: Fittaste)

Gourmetkochbox: kleine Auswahl, höchster Preis

Gourmetkochbox bietet pro Woche drei Fertiggerichte für zwei Personen an, das Abo lässt sich flexibel anpassen. Mit 10,00 Euro pro Portion und zusätzlich 4,99 Euro Versandkosten ist der Anbieter der teuerste in diesem Vergleich, gleichzeitig fällt die Nutzerbewertung mit 2,3 von 5 am schwächsten aus. Die Gerichte sind laut Datenbank vegetarisch- und Low-Carb-geeignet, eine klare Aussage zu veganen Optionen liegt nicht vor. Wer vor allem eine kleine, überschaubare Auswahl ohne große wöchentliche Entscheidung sucht, findet hier ein Angebot, sollte die vergleichsweise schwächeren Bewertungen aber einkalkulieren. Mehr zum Anbieter im Gourmetkochbox-Test.

Startseite von Gourmetkochbox mit fertig zubereiteten Gourmet-Menüs zum Erwärmen und Servieren.
Die Gourmetkochbox-Startseite bewirbt fertige Sterne-Menüs zum Aufwärmen. (Quelle: Gourmetkochbox)

Kochbox oder Fertiggerichte-Abo: was passt zu dir?

Entscheidungsbaum mit drei Fragen, der zwischen Kochbox und passendem Fertiggerichte-Abo-Anbieter führt.
So findest du in drei Schritten heraus, ob eine Kochbox oder ein Fertiggerichte-Abo besser zu deinem Alltag passt.

Beide Modelle lösen ein anderes Problem. Eine kurze Entscheidungshilfe:

Preislich liegen beide Modelle näher beieinander, als der erste Eindruck vermuten lässt. Eine Kochbox-Portion kostet bei Anbietern wie wyldr (Bio-Kochbox-Anbieter) ab 4,69 Euro oder Tischline ab 4,70 Euro, ein Fertiggerichte-Abo beginnt bei Juit ab 5,94 Euro pro Portion. Der Aufpreis für das komplette Wegfallen des Kochens liegt damit oft nur bei ein bis zwei Euro pro Mahlzeit, dafür entfällt die Zeit für Schnippeln, Anbraten und Abwasch komplett. Wer diesen Zeitgewinn höher bewertet als den kleinen Preisunterschied, trifft mit einem Fertiggerichte-Abo die wirtschaftlich sinnvollere Wahl.

Häufige Fragen zu Fertiggerichte-Abos

Was kostet ein Fertiggerichte-Abo im Monat?

Je nach Anbieter liegt der Preis zwischen 5,94 Euro (Juit) und 10,00 Euro (Gourmetkochbox) pro Portion, dazu kommen Versandkosten zwischen 4,99 Euro und 8,99 Euro pro Lieferung. Bei mehreren Bestellungen im Monat ergibt sich daraus ein Gesamtbudget von grob 80 bis 200 Euro, abhängig von Anbieter und Bestellmenge.

Wie lange sind Fertiggerichte im Abo haltbar?

Das hängt vom Anbieter ab. Tiefgefrorene Gerichte wie bei Juit halten laut Hersteller bis zu zwölf Monate, ungekühlte Gläser bei Fittaste 12 bis 24 Monate. Gekühlte Gerichte wie bei Factor sind dagegen nur wenige Tage haltbar und müssen zeitnah verzehrt werden.

Kann ich ein Fertiggerichte-Abo jederzeit kündigen?

Das kommt auf das Modell an. Factor und Gourmetkochbox laufen über ein Abo, das pausiert oder gekündigt werden kann. Juit und Fittaste arbeiten ohne klassisches Abonnement, bei Fittaste lässt sich eine einmal gestartete regelmäßige Lieferung aber erst nach der zweiten Bestellung kündigen.

Gibt es eine Mindestbestellmenge bei Fertiggerichte-Abos?

Ja, bei mehreren Anbietern. Juit verlangt mindestens sechs Gerichte pro Lieferung, Fittaste mindestens 12 Gläser. Factor und Gourmetkochbox arbeiten dagegen mit festen wöchentlichen Boxgrößen statt einer Stückzahl-Mindestbestellung.